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„You are an Ironman !“

1. Juli 2014

IM_NizzaHier der etwas ausführlichere Rennbericht zum Ironman Nizza 2014 vorgestern. Bis auf derben Muskelkater, mehrere Blasen an den Füßen und ein paar Schürfwunden, fühl ich mich mittlerweile wieder einigermaßen ok und konnte heute zwei Tage danach sogar schon wieder ganz gut gehen und war etwas im Meer der Côte d’Azur baden. Die Details:

Vor dem Start

Um 4:00 Uhr klingelt der Wecker und reißt mich aus einem überraschend guten Schlaf. Kurz geduscht zum wach werden und auch  Frühstücken klappt trotz der Uhrzeit ganz gut. Um 5:00 Uhr gehts ab in die Wechslezone um das Rad nochmal zu checken, alles läuft wie am Schnürchen. Also langsam umziehen, Neo an und ab in Richtung Strand zum Schwimmstart. Zeitlich war alles eng getaktet, so dass wenig bis keine Zeit zum überlegen bleibt. Ich genieße die Gänsehaut am Start und freue mich richtig auf den Tag.

3,8 Kilometer Schwimmen:

Pünktlich um 06:30 Uhr fällt der Startschuss und gemeinsam mit 2500 anderen Triathleten renne ich in die morgendlichen Wellen. Ein unvergleichliches Erlebnis. Das Video aus 2013 habe ich ja schonmal gepostet, aber trotzdem hier nochmal, weil es den Start echt sehr gut einfängt:

DSC_1380Weniger schön war dann die Prügelei von Beginn an bis kurz vor der ersten Boje. Man kann das kaum beschreiben, aber mit Schwimmen hatte das nichts zu tun. Bei jedem Armzug hab ich statt Wasser erstmal einen anderen Athleten erwischt und denen hinter und neben mir gings genauso, nur dass ich da eben das Opfer war. Swim3 bis 4 heftige Einschläge waren dabei, so dass ich meine Schwimmütze recht schnell verlor und dann eher drauf geachtet hab, dass die Brille am Kopf bleibt und ich ohne Knockout durchkam. Das ganze hat sich eigentlich bis über die kompletten ersten 1,9 Kilometer so durchgezogen, da es an jeder Boje wieder zu dem Gewühle kam. Eine saubere Technik oder meinen Rhyhtmus, habe ich kaum finden können.

Nach dem Landgang habe ich mir dann einen kleinen Fleck im Feld gesucht wo etwas weniger los war, so dass die zweite Runde etwas entspannter lief, allerdings haben dann gefühlt die Wellen im Meer etwas zugenommen, so dass ich soviel Salzwasser geschluckt habe, dass ich noch auf der Radtsrecke was davon hatte.
Nach 1:10:26 waren die 3,8 Kilometer dann rum und ich bin relativ entspannt aus dem Wasser gestiegen. Leider gings dann zur Wechselzone eine enge Treppe hoch wo sich alles etwas staute und ich etwas Zeit verlor. Im Nachhinein allerdings kaum der Rede wert 🙂

180 Kilometer Radfahren:

Höhenprofil IM Nizza

Höhenprofil IM Nizza

Nach einer sehr langen Wechselzone, gings dann ab aufs Rad. Erstmal Puls runter kommen lassen, Salzwasser aus dem Mund spülen und verpflegen. Zu Beginn waren die ersten 20 Kilomter schön flach zum locker Einrollen aber dann gings auch schon los. Nach einer Linkskurve stand der erste steile, aber kurze Brocken von Berg an. Hier musste ich schon früh im Rennen richtig ackern um hoch zu kommen. Anschließend gings dann immer leicht weiter bergan, aber lief alles noch entspannt.0746_021255 Nach einer kurzen Abfahrt, folgt dann der Einstieg zum Highlight, dem Col de ´Ecre von Kilometer 50 bis Kilometer 71. Es ging also 21 Kilometer lang hoch bis auf  1120 Meter über dem Meer (in dem ich ja gestartet bin..). Der Anstieg war wechselhaft steil, mal flacher aber auf jeden Fall verdammt lang. Die Dauer war schon sehr zermürbend und als ich dachte jetzt muss doch bald Ende sein, kam ein Teil mit Serpentinen und ich konnte genau sehen, wo die Fahrer vor mir unterwegs waren. Es war noch sehr weit und ging noch verdammt hoch. Um dem Kopf noch einen Hieb zu geben, wurde es da oben richig kalt, neblig und es began zu regnen.

Irgendwann wars dann doch vorbei und auf dem folgenden graden Stück habe ich deutlich gemerkt, dass der Anstieg so richtig Körner gekostet hat. Mehr als geplant war. Die Abfahrt danach entschädigte allerdings für die Qual und ich konnte einige Plätze gut machen. Als ich wieder schön im Tritt war auf der kurzen Geraden, kam auch schon der nächste Anstieg und er kostete nochmal richtig Kraft. 7 Kilometer lang gings wieder hoch auf 980 Meter über dem Meer zum Cóte de Saint Pons. Ich musste hier schon gut ackern, aber der Gedanke, danach gehts nur noch bergab, hat mir hoch geholfen.

0746_030802Leider war das ein ziemlicher Trugschluss. Denn nach dem harten Anstieg gings oben angekommen erstmal bei gutem Gegenwind 10 Kilometer flach und ich hatte einen kleinen Tiefpunkt, da ich sehnsüchtig auf die verdammte Abfahrt wartete. Doch es kam anders, denn es ging nochmal hoch und ich habe an der Stelle sehr geflucht. Auch wenn der Anstieg diesmal nur weniger als 2 Kilometer lang war, hatte ich damit irgendwie nicht mehr gerechnet und es hat unheimlich genervt. Von 1010 Meter Höhe gings dann aber ab Kilometer 125 endlich bergab. Die Abfahrt war sensationell und ich konnte die Strecke und Aussicht tatsächlich genießen.

Nach ca. 15 Kilometern bergab gings dann (wer hätte es gedacht) nochmal 2 Kilometer hoch zum Cóte du Broc, ehe dann endgültig Schluß mit Höhenmeter war und die finale Abfahrt anstand. Passend dazu hats dann richtig angefangen zu schütten, so dass extreme Vorsicht beim Abfahren angesagt war. Mindest 3 Krankenwagen habe ich auf dem Weg nach unten gesehen und ich habe einige überholte, die mit Schürfwunden am Körper gezeichnet sehr gemächlich runter gefahren sind. Das wollte ich natürlich vermeiden und hielt mich dann auch zurück.

Unten angekommen und für die letzten 20 flachen Kilometer hatte der Regen dann den Sintflut-Modus erreicht und es stand tatsächlich zentimeterhoch das Wasser auf der Straße. Auch hier konnte ich wieder herrlich fluchen, hatte ich ja in Nizza mit Hitze gerechnet und nicht mit Aquaplaning. Bei Kilometer 170 sah ich schon von Weitem einen netten Helfer, der dem Regen trotzte und seine gelbe Fahne schwang. „Slow, Slow“ hab ich gehört und ich war auch slow. Trotzdem half es nichts, in der Kurve war ein schöner weißer Zebrastreifen und zack hats mir das Vorderrad weggezogen und ich lag doch am Asphalt.DSC_0797

Erneutes Fluchen, kurz das Rad und mich gecheckt und alles schien bis auf einiger Schürfwunden am Rad und an mir einigermaßen ok. Ich merkte kurz etwas krampfartiges  im hinteren Oberschenkel, der sich wohl beschwerte nach dem ganzen Klettern und 5,5 Sunden am Rad, jetzt so vom Rad geholt zu werden. Es ging aber weiter. Die letzen 10 Kilometer bin ich dann noch vorsichtiger in die Wechselzone getrudelt und bin dann nach 5:53 Stunden vom Rad gestiegen.

Laufen 42,1 Kilometer

Der Regen war wieder weniger aber immer noch da, so dass ich mit einem müden Lächeln, die Sonnencreme im Wechselbeutel ließ. Socken an, Schuhe an und los gehts.

DSC_1383

Kilometer 11

Jetzt im Nachhinein fällt es mir schwer zu verstehen was mich zu Beginn des Marathons geritten hat. Ich fühlte mich sensationell gut und bin fröhlich los geflogen. Statt dem geplanten Schnitt von 5:20 bis 5:30 min/km bin ich die ersten 11 Kilometer in einem Schnitt von etwa 5:05 min/km los gerannt. Ich fühlt mich so stark, dass ich schon von einer Marathonzeit von 3:45 h oder besser träumte, was man auf dem Bild links ganz gut sieht. Das Gegenteil seht ihr gleich…

Ich verlor mich in Gedanken wie „ach selbst wenns hart wird später, 5:40 min/km kann ich immer laufen, war im Training niiiieeee ein Thema…“ Es kam anders. Am Tag zuvor hatte ich noch im Buch „Going Long“ gelesen, man soll sich den ganzen Ironman so einteilen, dass man ab Kilometer 25 beim Marathon noch Körner hat und zulegen kann. Stimmt im Nachhinein….

Denn so langsam wurde die Euphorie etwas weniger und das Laufen immer zäher. Ich dachte mir gut, Du bist super unterwegs, ab dem Halbmarathon gehst in der nächsten Verpflegungsstation und versorgst Dich richtig gut.  Der Schnitt fiel kontinuierlich von 5:20 auf 5:40, dann auf 6:10. Die Gehpausen bei den Stationen wurden länger und das Anlaufen immer schwieriger. Auch hier meinte es das Wetter wieder gut mit mir und pünktlich dazu riss es auf und die Sonne lachte. Sie lachte so richtig.

Run_31

Die Versuche mit Cola und Red Bull nochmal etwas zu reißen halfen nur kurz. Ich wurde stetig langsamer und bemerkte was mir so alles weh tat. Da waren heftige Blasen an den Füßen von nassen Socken und Schuhen, so dass jeder Schritt weh tat, es war heiß und die Muskulatur jammerte gewaltig. So ab Kilometer 27  war der Stecker dann gezogen.

Also eben kurz nach der Stelle für die ich mir Körner aufheben sollte. Nur waren keine mehr da. Die Mini-Insekten Flügel, die mir Red Bull verlieh, trugen mich gerade mal immer ein paar Meter. Es war eine absolute Qual und die letzten 15 Kilometer erschienen unsagbar lang.  Mit einem Schnitt von > 8 min / km wurden diese 15 Kilometer dann auch irre lang und schmerzhaft. Schwer zu beschrieben, was ich da durchlebt habe. Irgendwie hab ich mich dann doch zum 40 Kilometer Schild geschleppt. Das Ende war in Sicht  und ab da gings wieder leicht besser, so dass ich nochmal minimal zulegen konnte.

Der Zieleinlauf war dann sensationell. Noch kurz meine Frau vor der Ziellinie geküsst, mich feiern lassen und ich war einfach glücklich, dass es zu Ende war. Laufzeit 04:37 h.

Fazit:

Ich bin ein Eiermann, da stehts:

IM

Das fühlt sich gut an. ImVergleich zur Challenge Roth war dies auf jeden Fall die härtere Nummer. Das Schwimmen und vor allem die bergige Radstrecke war schon hart und im Vergleich zu Roth fehlt natürlich auch die sensationelle Stimmung am Streckenrand. Dafür war Nizza landschaftlich (Alpen plus Meer) natürlich genial. Beides hat im Nachhinein schon sehr Spaß gemacht.

Platzierungstechnisch kam ich auf Platz 1047 ins Ziel und bin damit immer noch in der vorderen Hälfte des Gesamtfeldes (2525 Starter). Aber trotzdem sind die Gefühle etwas gemischt. Ich bin natürlich stolz und glücklich das Ding unter 12 Stunden gefinished zu haben, trotzdem ist da im Moment auch etwas Ärger, über die eigene Selbstüberschätzung beim Laufen. Ich würde zu gern wissen, was gegangen wäre, wenn ich den Marathon vernünftig angelaufen wäre. Aber wichtig ist ja, dass man aus den (schmerzhaften) Fehlern lernt und sie nicht zweimal macht…

Im Moment ist Aufstehen und Treppen steigen noch sehr langwierig, aber sonst ist alles gut 🙂

Jetzt steht erstmal erholen an…

Danke fürs Lesen !

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Noch einmal schlafen…

28. Juni 2014

DSC_0739.. dann gehts um 6:30 Uhr mit 2753 anderen Menschen ab in die Wellen an der Côte d’Azur für eine kleine, morgendliche Schwimmeinheit von 3,8 km. Anschließend plane ich für morgen eine lockere Radausfahrt über 180 km durch die Alpen, bevor ich dann an der Küste gemütliche 42 Kilometer auslaufe… 🙂

Hört sich doch gut an. Die Vorbereitungen sind soweit getroffen, das Bike ist eingecheckt und die Wechselbeutel gepackt. In den letzten Tagen hier in Nizza habe ich noch die ein oder andere Einheiten im Meer und am Land absolviert aber auch viel entspannt. Ich fühle mich bereit für das morgige Rennen.

Um 4 Uhr klingelt morgen der Wecker und nach dem Frühstück gehts dann nochmal in die Wechselzone um das Material zu checken und die Abläufe beim Wechseln durchzuspielen. Ansonsten lege ich heute noch etwas die Beine hoch und genieße den Mix aus Vorfreude, Ungewissheit und Aufregung.

Wer mich morgen live verfolgen möchte kann dies auf Ironman France Live Coverage tun. Meine Startnummer (BIB) ist die 649.

Von mir aus kanns los gehen..

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Final Countdown

19. Juni 2014

Nur noch 10 Tage bis ich genau das erleben darf, was Ihr im Video seht. Das Video gibt wie ich finde einen ganz guten Einblick, wie so ein Ironman Tag abläuft. Die Vorfreude ist riesig und die Nervosität steigt auch so langsam. Ich fühl mich im Moment richtig gut und habe meine Hausaufgaben in der Vorbereitung seit Oktober gemacht. Was das Video nämlich nicht zeigt, sind die unzählbaren Stunden, die man zuvor schwitzt oder auch die vielen Entbehrungen die man in Kauf nimmt, um dann beim Ironman am Start zu stehen.

Bei mir waren es in den letzten 9 Monaten 364 Trainingsstunden, die ich auf mich genommen habe um am 29. Juni in Topform beim Ironman Nizza am Start zu stehen. Das sind etwa 10 Stunden mehr als ich 2012 vor der Challenge Roth trainiert habe.

Im Detail bin ich 91, 34 Kilometer geschwommen (Roth 2012: 99,6 km) was ausreichen sollte, um im Mittelmeer in Nizza nicht unter zu gehen und eine vernünftige Zeit über die 3,8 Kilometer hinzulegen. Im Winter lief das Training natürlich ausschließlich im Hallenbad ab. In den letzten Wochen war ich dann aber häufiger im Freibad und gelegentlich auch mit Neo im Baggersee.

MTB im Dezember 2013

MTB im Dezember 2013

 

Am Rad habe ich im Vergleich zu Roth beinahe gleich viel Kilometer abgespult, so dass Stand jetzt 3928 Radkilometer im Trainingstagebuch stehen. Hier gings im Herbst los mit vielen Mountain Bike Ausfahrten, ehe dann Im Frühjahr die beiden Trainingslager in Mallorca und Südtirol anstanden. Der Schwerpunkt lag aufgrund der bergigen Strecke in Nizza natürlich darauf, die Berge möglichst effizient hoch zu kommen. So bin ich am Rad auch auf gut 27.000 Höhenmeter gekommen.

Zu guter Letzt noch die Zahlen zum Laufen: Da ich wusste, dass ich hier das größte Potential habe, wollte ich mich besonders aufs Laufen konzentrieren und auch den Umfang erhöhen. Insgesamt bin ich mit häufigen und auch langen Läufen auf 1067 Kilometer (Roth 2012: 880 km)gekommen, die ich in den letzten 9 Monaten gelaufen bin. Das ist sogar noch etwas weiter als die Strecke von hier nach Nizza 🙂 Gefühlt bin ich läuferisch dieses Jahr auch um einiges stärker, aber so richtig wird sich das erst in 10 Tagen zeigen, wenn ich alles raus lassen kann.

 

Am Dienstag steht die Abreise nach Nizza an und ich werde die Zeit vor dem Wettkampf nutzen um mich zu akklimatisieren und vor allem noch einige Schwimmeinheiten im Meer zu absolvieren, da das für mich immer noch Neuland ist.

Ich werde mich dann in den letzten Tagen nochmal direkt aus Nizza melden. Bis dahin !

 

Ironman 70.3 St. Pölten

29. Mai 2014

IMG-20140524-WA0003Wie angekündigt stand am vergangenen Sonntag das erste Rennen der Saison in St. Pölten an.
Auch wenn ich mit der Gesamtzeit von 5:00:39 die angepeilten 5 Stunden verpasste, ist Platz 292 von 1442 (Männern) schon ziemlich cool und zeigt, dass der Kurs und die Bedingungen nicht ganz ohne waren.

Los gings mit dem Weckerklingeln am Sonntag Morgen um 4:15 Uhr und nach nem guten Frühstück gings ab in die Wechselzone um nochmal das Equipment vorzubereiten und zu checken.
SwimUm 07:55 Uhr fiel dann der Startschuss im Viehofner See wo es den ersten Kilometer zu schwimmen galt. Das besondere in St. Pölten war der dann anschließende Landgang über 300m zum Ratzersdorfer See. Das ganze war sehr merkwürdig und die 300 Meter im engen Neo waren härter als gedacht. Außerdem hab ich dann etwas gebraucht um im zweiten See den Schwimmrhythmus wiederzufinden. Letztlich war ich dann nach 35:41 Minuten fertig mit den 1900 (+300) Meter fertig und steig anschließend aufs Rad.

BikeDie ersten 20 Kilometer fanden flach auf der abgesperrten Autobahn statt, was richtig cool war. Dann kam der erste Berg und das Highlight kam dann bei Kilometer 60, mit einem Anstieg über 10 Kilometer. Der hat den Schnitt dann ziemlich gedrückt. Trotzdem stand nach 90 Kilometern eine Radzeit von 2:39:11 auf der Uhr, was einem Schnitt von knapp 34 km/h gleich kommt. Das passt und ist exakt der Schnitt den ich 2012 in Roth auf die 180 gefahren bin. Das Streckenprofil in St. Pölten war jedoch deutlich härter als Roth, passt also.

RunAuf den abschließenden Lauf war ich dann richtig gespannt, weil ich sehen wollte was da geht.
Da ich seit Oktober ja einen Schwerpunkt auf meine Laufperformance gelegt hatte, musste da schon was gehen und es ging auch was. Geplant war das ganze progressiv anzugehen um die letzten 10 der 21,1 Kilomter am schnellsten Laufen zu können. Das hat soweit ganz gut geklappt und am Ende war ich nach 1:38:39 mit dem Halbmarathon fertig. Das ist eine persönliche Bestleistung, auch wenn man sagen muss dass es wohl etwas weniger als 21,1 Kilomter waren. Trotzdem fühlte es sich super an, auch beim Laufen noch einige zu überholen, anstatt überholt zu werden 🙂 Das harte Training hat sich hier also schon mal ausgezahlt und ich bin super glücklich mit der Zeit.

Im Ziel gings mir auch relativ gut und außer einem dicken Sonnenbrand und dem obligatorischen Muskelkater überall waren die Tagen danach auch in Ordnung.DSC_0637~2

Fotos vom Rennen findet Ihr außerdem noch bei Finisher Pix.

Hier findet Ihr meine Ergebnisse im Detail:

Ergebnisse Ironman 70.3 St. Pölten

 

 

St. Pölten steht vor der Tür

19. Mai 2014

StPoeltenNach gut 7 Monaten Training steht am Sonntag nun endlich der erste Wettkampf des Jahres an: Der Ironman 70.3 in St. Pölten (Niederösterreich). Ich freue mich schon unheimlich drauf endlich wieder das Wettkampf-feeling zu erleben. Das ganze ist für mich als Test für das Highlight am 29.06 in Nizza zu sehen. Die Distanz in St. Pölten geht über 1,9 – 90 – 21 km, also die Hälfte vom Ironman in Nizza. Das interessante an St. Pölten ist, dass die 1,9 km in zwei verschiedenen Seen geschwommen werden. Ein Teil im ersten, dann ein kurzer Landgang und per Kopfsprung gehts ab in den zweiten See, wo der Rest der 1,9 km absolviert wird. Die Radstrecke in Österreich ist eher flach und es gibt nur gegen Ende hin einen längeren Anstieg. Die Laufstrecke wird wohl schon ein Vorgeschmack auf die anstehende Hitzeschlacht in Nizza sein, da für den Sonntag in St. Pölten satte 29 °C gemeldet werden ! Hier findet Ihr nochmal die kompletten Streckenprofile:

Die letzten Trainingswochen seit dem Trainingslager in Kaltern hatten es ziemlich in sich, da ich die Intensität ganz schön angezogen habe. Intervalle auf der Bahn, harte Schwimmeinheiten (auch der Neo kam schon zum Einsatz) und jeden Samstag eine Wettkampfsimulation stand auf dem Programm.
Die letzte ging am vergangenen Samstag über knapp 80 km hart am Rad und direkt anschließend über 14 km Laufen knapp unter Wettkampftempo (ca. 5:05 min/km). Das ganze fühlte sich noch relativ entspannt an, so dass ich richtig heiß drauf bin am Sonntag mal zu testen was wirklich geht. Läuferisch war ich denke ich tatsächlich noch nie so gut in Form wie derzeit. Am Rad muss ich nach meinem Empfinden noch etwas nachbessern, da war ich 2012 vor Roth besser drauf. Mal sehen was am Sonntag geht !

Die letzte Woche musste ich leider etwas kürzer treten da ich mich die ganze Woche mit Magenproblemen rumschlagen musste. Das hab ich aber mittlerweile im Griff und diese Woche wird das Training reduziert, um am Sonntag frisch am Start zu stehen. Ich halte Euch auf dem Laufenden..

Trainingslager Südtirol

26. April 2014

Nachdem ich das letzte Mal Eindrücke aus Mallorca berichten durfte, gibts dieses mal Fotos und einen Bericht vom Trainingslager in Kaltern. Mittlerweile war das mein vierter Aufenthalt dort und es war wie immer richtig genial. Dieses mal hat auch das Wetter mitgespielt und dank freundlicher Unterstützung vom ebenfalls mitfahrenden Triathlon Profi Swen Sundberg, war es gleichzeitig auch das härteste Trainingslager bisher.

Gardasee 2014

Gardasee 2014

Wir waren bis auf eine Ausnahme an der wir die obligatorische Tour zum Gardasee und zurück (190 km) gefahren sind, fast ausschließlich in den Bergen unterwegs. Die Umgebung in Kaltern mit zahlreichen Pässen war natürlich perfekt als Vorbereitung für die bergige Radstrecke in Nizza.

Schnee

Schnee

 

 

Wie geplant bin ich die Berge dort nach dem eher Grundlagen orientierten Trainingscamp auf Mallorca schon deutlich zügiger hoch gefahren und war überrascht wie gut das schon ging. Die Königsetappe führte uns hoch bis auf fast 2000 Meter und dort oben wäre genug Material für ne Schneeballschlacht gewesen. Allein an dem Tag kamen wir auf 2770 Höhenmeter und 3:41h die wir an diesem Tag nur bergauf geklettert sind. Die 10.000 Höhenmeter haben wir in der Woche nicht geknackt, aber viel hat nicht gefehlt. Nizza kann so langsam kommen..

Nachdem diese Woche nach dem Trainingslager wieder eher ruhig war, habe ich heute meine erste Wettkampfsimulation absolviert. Das bedeutet zuerst eine Radausfahrt mit 2 mal 30 Minuten in der geplanten Ironman Intensität und direkt daran ein Koppellauf über 8 km knapp schneller als das geplanten Marathon Tempo. Ich bin die 8 km sogar noch etwas schneller (5:14 min/km) gelaufen und habe mich dabei noch relativ gut gefühlt.
Diese Einheiten sollen so realistisch wie möglich den Tag am 29.Juni in Nizza wiederspiegeln, also auch die Wettkampf Ernährung sieht so aus wie im Rennen. Die Dauer der Radintervalle und die Länge des Laufs werde ich in den nächsten Wochen stetig steigern, so dass die finale Wettkampfsimulation über 2 x 70 Minuten hart Radfahren und 16 schnelle Laufkilometer führen wird.

Auch mein geplanter Wettkampfschuh der New Balance 890 v4 kam heute an, und macht einen guten Eindruck. Mal sehen ob sich das bei ersten Läufen bestätigt. Mit dem Vorgänger kam ich richtig gut klar.

New Balance 890 v4

New Balance 890 v4

So langsam wird es ernst und es sind nur 64 Tage bis zum Ironman in Nizza. Die Generalprobe über die Half Ironman Distanz in St. Pölten steht sogar schon in 4 Wochen an.

Zum Abschlus für dieses mal, gibt es noch ein paar weitere Impressionen aus Kaltern, schön wars !

 

 

Trainingscamp in Alcudia

21. März 2014

Cap Formentor

Seit Sonntag bin ich wieder zurück in Deutschland, nachdem ich eine Woche im Trainingslager auf Mallorca verbracht habe. Ich war zuvor noch nie dort und obwohl das Wetter nicht super sonnig war, fand ich Mallorca echt wunderschön. Die Landschaft dort ist traumhaft und auch sonst sind es ideale Rad-Bedingungen. Der Cafe con Leche war genauso top, wie das Essen im Hotel. Nach nem ganzen Tag am Rad waren drei Teller Dessert inklusive Schokobrunnen keine Seltenheit 🙂

Obwohl ich zu Beginn wegen meiner vorherigen Erkältung noch etwas zurückhaltend war, lief das Fahren dort recht ordentlich.
In Summe bin ich in dieser Woche in 32 Trainingsstunden auf knapp über 650 km am Rad, 22 Laufkilometer und eine Schwimmeinheit gekommen. Dabei waren auch schon einige Berge im Progamm, die ich für Nizza gut gebrauchen kann.

Hier findet Ihr eine Auswahl an Impressionen vom Trainingscamp auf Malle.

Über Ostern gehts dann nochmal ne Woche nach Südtirol, wo ich dann die Berge auch zügiger hoch möchte, um die Kraft und Kraftausdauer am Berg zu schulen.
In den Wochen bis dahin gilt es die Grundlagen zu maximieren. Nach und nach kommen aber auch erste Kraftausdauer und schnellere Inhalte dazu. Ich halte Euch auf dem Laufenden…

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