Skip to content

Laktatspülung

26. Februar 2012

Wie angekündigt, war ich diesen Donnerstag zur Leistungsdiagnostik in der Halle des LAC Fürth. Auf der 200m Bahn dort, bin ich jeweils 1km in steigender Intensität gelaufen. Los gings mit nem Puls von 130 bis hoch zu 180. Nach jeder Stufe folgte ein Stich in den Finger zur Laktatmessung vom Coach.
Ohne zu tief zu gehen hier eine kurze Erklärung zur Bedeutung des Laktats im Blut. Da ich kein Sportmediziner bin, gibt’s keine Garantie auf 100% Korrektheit:

Es gibt 2 Intensitäten der Belastung, aerob und anaerob. Bei der aeroben Belastung, reicht der aufgenommen Sauerstoff zur Energiegewinnung aus. Auch hier entsteht Laktat, das aber durch den Körper schnell abgebaut werden kann. Ausdauerleistungen wie ein Ironman finden im aeroben Bereich statt.
Im anaeroben Bereich, reicht der Sauerstoff nicht mehr für die nötige Energiegewinnung aus und es wird mehr Glykose benötigt. Das Laktat im Blut steigt stark an, da der Körper es nicht mehr abbauen kann. Diese Belastung lässt sich nur kurzzeitig aufrecht erhalten. Das Ganze findet bei schnellen Sprints und Ähnlichem statt.
Der Übergang zwischen den beiden Bereichen ist die anaerobe Schwelle. Beim Laktattest geht es u.a. darum, diese individuelle Schwelle für den Sportler zu ermitteln und auf Pulswerte umzurechnen, da es schwer machbar ist bei jedem Lauf alle 5 Minuten das Blut auf Laktat zu messen 🙂
Anhand der anaeroben Schwelle werden dann die individuellen Trainings(puls)bereiche festgelegt.
Laktat (=Milchsäure) ist übrigens nicht für den Muskelkater verantwortlich.

Die komplette Auswertung meines Test habe ich leider noch nicht, aber ich bin wohl im Großen und Ganzen  auf einem guten Weg.
Durch meine Fußballer Vergangenheit, ist mein Körper eher an kurze, hohe Intensitäten gewohnt und möchte daher immer in die anaerobe Energiegewinnung umschalten. Die Herausforderung ist es nun ihm das abzugewöhnen, was laut Coach allerdings dauern kann.

Das zweite Highlight der letzten Trainingswoche war die erste Rennrad Tour gestern. Der Hintern musste sich zwar erstmal wieder dran gewöhnen, dass nicht wie beim Fully MTB jeder Unebenheit weggefedert wird, aber das wird scho wieder 🙂

Ich freue mich riesig auf nächste Woche, da das Wetter pünktlich zu meinem „Mini Trainingscamp“ gut zu werden scheint. Ich habe Urlaub und werde die ersten langen Einheiten machen. Schwerpunkt liegt auf dem Rad, da stehen insgesamt 4 Einheiten mit bis zu 4 Stunden an. Teilweise gibts davor auch noch einen langen Lauf. Wenn das Wetter so wird wie gestern, wird das genial !

Außerdem wurde diese Woche bekannt, dass bei der Challenge Roth 2012 gleichzeitig die ETU Langdistanz Europameisterschaft 2012 ausgetragen wird. Ich kann in 132 Tagen also Europameister werden 🙂

Advertisements
One Comment leave one →
  1. 30. Mai 2012 02:40

    Mein Körper ist auch eher an kurze, hohe Intensitäten gewöhnt bzw. trainiert – daran will ich auch nichts ändern, da ich ambitionierter Hobbyradsportler für Kurzstrecken (25 – 30km mit Crossrad) bin. Auch wenn Du kein Sportmediziner oder Sportwissenschaftler bist, meine Frage an dich: Ich will kurze Anstiege (ca. 6 – 10 Kilometer) so schnell wie möglich fahren (immer schneller bis ich zu alt bin bzw. nicht mehr kann). Letztes Jahr habe ich bei meinem letztem „Zeitfahren“ auf meiner übliche Steigung gemerkt, dass ich zwar noch Kraft in den Beinen hatte, aber einfach aus konstitutionellen Gründen nicht schneller fahren konnte – am nächsten Tag hatte ich auch überhaupt kein Muskelkater. Wie trainiere ich jetzt diese Belastung am besten, um schneller zu werden?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: