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Trainingslager Kaltern

8. April 2012

Seit gestern bin ich wieder zurück aus dem Trainingslager in Kaltern. Die sieben Tage in Südtirol waren klasse. Das Wetter war bis auf Donnerstag vormittags super sonnig und auch die restlichen Bedingungen von Verpflegung über Massage, bis hin zur genialen Landschaft dort waren auf Profi Niveau 🙂
Rein trainingstechnisch habe ich mein Ziel auch gut erfüllt. Hier ein paar Eindrück aus meinem „Trainingstagebuch“

 Tag 1:

Start um 4:30 Uhr und dann erstmal fünf-einhalb Stunden auf der Autobahn verbracht. Bei der Ankunft haben wir uns über das sonnige Wetter gefreut und sind dann kurz-kurz zur ersten Cappuccino Runde über Mezzolombardo nach Neumarkt (Egna) aufgebrochen. Ergebnis: 63 km in 2:15 h.

Tag 2:

Aufstehen um 6:45 Uhr und noch vor dem Frühstück auf zum ersten lockeren Lauf über knapp 45 Minuten um etwas Vorbelastung für den ersten kompletten Trainingstag aufzubauen. Nach dem reichhaltigen Frühstück und einer kurzen Ruhepause gings dann los mit der ersten Asufahrt: Erst durch Obstgärten nach Lana, dann über Bozen und nach einem kurzen Antesten der ersten 4 km des Mendelpasses zurück nach Kaltern. Nach knapp 4 Stunden, 97 Kilometern und fast 1000 Höhenmeter war dann die erste Ausfahrt auch schon vorbei.

Tag 3:

Da heute der erste Pass anstand, sind wir ohne morgendlichen Lauf gestartet. Über Fondo sind wir „von hinten“ auf den Gampenpass auf 1518m über dem Meerespiegel geklettert. Obwohl es super sonnig war, lag dort oben tatsächlich noch Schnee. Als wir oben waren hatten wir bereits 4:45 h und 90 Kilometer in den Beinen und uns die 18 Kilometer lange Abfahrt richtig verdient. Aber es hat sich gelohnt: 21 Minuten durch Serpentinen von 1500 Meter auf 300 Meter runter, teilweise 70 km/h. Das gibts hier bei uns einfach nicht. Leider ging es zu schnell, um die wahnsinns Aussicht wirklich zu genießen. Auf dem Heimweg gingen uns dann so langsam die Gels und Riegel aus, so dass wir nach dem letzten heftigen Anstieg nach fast 6 Stunden mit 8 Leuten eine Bäckerei in Eppan überfallen mußten, um Zucker in flüßiger (Cola) und fester Form (Krapfen, Snickers, etc.) zu tanken. Am Ende warens dann 6:31 h, 139 Kilometer und 2003 Höhenmeter. Also ne richtige Hammertour.

Tag 4:

Zum Start in den Tag wieder ein Lauf über 7 Kilometer, bei dem wir die zweite Hälfte etwas schneller gelaufen sind. Mit dem Rad gings dann an den Stausee in Cavalese, über den Lugano Pass und eine weitere super schöne Abfahrt zurück nach Auer. Da ich die Tage bisher alles im Grundlagen Bereich gefahren bin, hatte ich mir vorgenommen auf dem Heimweg am heimischen „Kojotenpass“ (14% Steigung) unseren Bergkönig Winnie zu attackieren. Obwohl ich da wirklich an die Grenzen ging, hats nur zum zweiten Platz gereicht 🙂 Trotzdem ein Spaß. Tagesergebnis: 5 Stunden, 117 Kilometer und 1727 Höhenmeter.

Tag 5:

Ruhetag. Das heißt erstmal länger Schlafen, später Frühstücken, Massage, 30 Minuten locker Schwimmen und einfach Urlaub machen.

Tag 6:

Der einzige Tag an dem wir frühs Regen hatten. Deswegen haben wir die Radausfahrt auf nachmittags verschoben und die freie Zeit für Kraft-, Athletiktraining und ausgiebiges Dehnen genutzt. Als das Wetter dann etwas aufhellte, sind wir noch eine kleine Runde zu den Montiggler Seen gefahren und ich bin anschließend noch ein paar flache Kilometer an der Etsch entlang gerollt. Damit kam ich dann an dem schlecht Wetter Tag trotzdem noch auf 8 Laufkilometer, 1 Stunde Athletiktraining und knapp 90 Radkilometer. Da am folgenden Tag die Königsetappe geplant war, alles soweit in Ordnung.

Tag 7:

Königsetappe Gardasee. Das heißt früher aufstehen, und rechtzeitg los, damit wir zum Abendessen pünktlich daheim sind. Es sollte ein langer Tag werden, denn vom Kalterer See zum Lago di Garda sind es fast 100 Kilometer einfach. Bis auf dem Anstieg direkt am Gardasee, ist die Strecke aber flach und daher gut fahrbar. Da ich das Ganze letztes Jahr schon gefahren bin, wußte ich was auf mich zu kommt und habe mir die Taschen mit allem Essbaren was ich noch hatte vollgestopft. Zum Glück war das Wetter und vor allem der Wind ok, so dass es dieses Jahr sehr entspannt lief. Nach 7:19 h im Sattel, 191 Kilometern mehr auf dem Tacho und einer Gardasee Pizza im Bauch, waren wir auch schon wieder pünktlich zum Abendessen zurück.

Tag 8:

Abreise, Stau, daheim.

Alles in Allem war es einfach super dort und ich kann jedem der gern Rad fährt (Rennrad oder MTB) die Region empfehlen. Ich persönlich habe gemerkt, dass mir im Vergleich zum letzten Jahr, die Belastung deutlich weniger ausmachte und ich zu 95% alles schön locker im Grundlagen Bereich fahren konnte. Ich denke das ist vor Allem dem strukturierten Training und Kraftraining bisher zu verdanken. Ich freue mich jetzt schon drauf, die Form die ich mir in der Woche geholt hab, zum ersten Mal so richtig auf dem Zeitfahrrad rauszulassen…

Hier die Übersicht der 7 Tage:

Zum Abschluß hier noch visuelle Eindrücke von den 7 Tagen in Südtirol:

Un zu guter Letzt noch die ein kurzes Video von der Fahrt nach Cavalese. Leider kommt die tatsächliche Atmosphäre nicht ganz rüber, aber es gibt einen Einblick wie cool es ist, dort Rad zu fahren:

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2 Kommentare leave one →
  1. Matze permalink
    9. April 2012 00:07

    Geile Tour Tobi!!
    Da kommt scho bissl Neid auf muss ich sagen!

    Weiter so 😉

Trackbacks

  1. Retrospektive « Road to Roth

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