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Du bist Triathlet wenn, …

16. Mai 2012

Noch 52 Tage bis Roth und die Anspannung steigt. Das sind nur etwas mehr als sieben Wochen. Einerseits ist es seltsam, dass es bald schon soweit ist, auf der andererseits bin ich schon sehr heiß drauf, endlich alles rauslassen zu können! Die letzten Wochen waren zeitlich schon schwierig zu managen und ich merke, dass viele andere Dinge liegen bleiben. Ist aber auch kein Wunder bei 13 bis 15 Stunden Sport pro Woche zusätzlich zum Full Time Job. Die nächsten Wochen werden eher noch aufwendiger, da jetzt die richtig langen Einheiten folgen, mit bis zu fünf Stunden Radfahren und 2 Stunden „Auslaufen“ im Anschluß.
Die letzten zwei bis drei Wochen vor Roth wird das Training dann aber reduziert, um absolut ausgeruht am Start zu stehen. So gesehen sind es also nur noch maximal 5 harte Wochen.

Bei der Auswertung meiner Wettkampfergebnisse von Höchstadt, wurde mir vom Coach die aktuell sehr gute Form bestätigt. Jetzt gilt es ruhig zu bleiben. Die harte Vorbereitung macht sich auch körperlich immer mehr bemerkbar. Von den 81 kg im Winter, stehen jetzt nur noch 77 kg auf der Waage.
Besonders bewusst wurde mir meine Form zum Beispiel beim gestrigen schnellen Lauf: Die ersten zehn Minuten einlaufen fühlten sich tatsächlich wie ein lockerer Sonntagsspaziergang an (Puls 115). Ich hätte nie gedacht, dass ich mal so entspannt laufen werde, wenn ich da an die quälenden Waldläufe meiner Fußballervergangenheit zurück denke.

Das 6er Mannschaftszeitfahren am vergangenen Sonntag nahm dagegegn leider ein weniger schönes Ende:
Bei Kilometer 42, kurz nach dem Kalvarienberg in Greding, waren wir nur noch zu viert in der Gruppe und wollten gerade richtig Fahrt aufnehmen, als mit knapp 30 km/h der Dritte das Hinterrad des Zweiten touchierte und Bruchteile später quer auf der Straße lag.  Der Hintermann hatte auch keine Zeit mehr zu reagieren, fuhr auf und lag ebenfalls. Ich hatte das Glück in dem Moment ganz vorne zu sein, sonst hätte es mich genauso getroffen. Als ich mich umdrehte, sah ich beide nur blutend auf der Straße liegen. Glücklicherweise ist den beiden nichts schlimmeres passiert, außer einer Woche Gips und Materialschaden, was natürlich  ärgerlich genug ist.

Ich nehme für mich auf jeden Fall mit, an so einem Team Zeitfahren nicht mehr teilzunehmen, da es schon echt gefährlich ist, in einer Gruppe mit etwa 10 cm Abstand zum Vordermann mit bis zu 60 km/h durch die Gegend zu schießen. Nicht auszudenken, wenn das an einer Bergabpassage passiert wäre..
Trotz des Schrecks, war es ganz gut die Rother Radstrecke mal unter Wettkampfbedingungen abzufahren. Es scheint echt eine sehr schnelle Strecke zu sein. Es sind zwar auch die ein oder anderen Ansteige dabei, aber eben auch viel „Drücker“ Stücke. Mal schauen was da geht am 08. Juli…

Zum Auflockern nach der ernsten Sturz Geschichte gibt’s heute mal ein paar „Du bist Triathlet, wenn..“  Sprüche, die ich aus einem Forum geklaut habe. Der ein oder andere wird wohl nicht alle verstehen, aber trotzdem viel Spaß 🙂

Du bist Triathlet wenn,

… Du so viel isst, dass Deine Freunde glauben Du hättest eine Essstörung.

… Du mehr Leggins als deine Mutter besitzt.

… Du selbst auf der Autobahn im Stau 10m Abstand zum Vordermann hältst.

… Du bist absolut ungenießbar und launisch an Ruhetagen und wirst zum Monster in der Taperphase.

… Du fühlst Dich unwohl wenn Du nicht mindestens 2x am Tag trainierst.

… Du nervst alle Kollegen damit, auch nur ein Stockwerk mit dem Lift fahren zu wollen, weil Du Deine Beine schonen willst.

… Sobald Du irgendwo warten musst, beginnst Du Deine Beine und Arme zu dehnen.

… Morgens um 6:30 Uhr 3km zu schwimmen sind für Dich ein guter Start in den Tag.

… Leute Dich fragen wie oft Du in der Woche trainierst und es für Dich ganz normal ist mit „8 bis 10x“ zu antworten.

… Dein Radtacho im Jahr mehr km drauf hat als Dein Auto.

… Du Dir eine 12stündige Übertragung eines Ironman ansehen kannst ohne dass Dir fad wird.

… Du dich bei der Wahl „Gratis Rolex“ oder „Gratis Suunto T6“ für die Plastikuhr entscheidest.

… Dein Rad mehr gekostet hat als Dein Auto.

… Dir Deine langen Trainingseinheiten am Wochenende wichtiger sind als sich mit Freunden zu besaufen.

… Du keine Urlaube, sondern nur noch Trainingslager machst.

… Du Wochenumfänge kleiner 10 Stunden als Erholung bezeichnest.

… Dir jemand einen Becher Wasser gibt und Du ihn instinktiv über Deinen Kopf schütten willst.

… Du auf die Frage nach deinem Alter mit M25 antwortest.

… Du versuchst, Mädels mit deiner Kilometerzeit zu beeindrucken.

… Deine Trainingseinheiten dadurch begrenzt sind, wie viel Zeit du hast, und nicht wie weit du zu laufen imstande wärst.

… Du frühmorgens aufwachst, und dein erster Gedanke ist: Wie hoch ist mein Ruhepuls?

… Du trotz eines Gewitters 2 Stunden Laufen gehst, und es richtig geniesst, schön nass und dreckig zu werden.

… Du denkst, ein Ironman wäre einfacher als ein Marathon, weil man da nicht so schnell loslaufen muss.

… Du an einem 10 km Lauf teilnimmst, um deine „Grundschnelligkeit“ zu verbessern.

… Du nach einem 5 km Lauf noch 5 km auslaufen gehst, um dein Tun wenigstens halbwegs als Trainingseinheit bezeichnet zu haben.

… Du Arbeit als Regenerationszeit zwischen den Einheiten betrachtest.

… Dich deine Arbeitskollegen nicht fragen, ob du am Wochenende trainieren gehst, sondern wie oft und wie weit.

… Du beim Autofahren immer eine Wasserflasche dabei hast.

… Du dir ernsthaft überlegst, deine Staatsbürgerschaft aufzugeben, um bei den Olympischen Spielen für Tonga, Jemen, oder Tschad im Triathlon an den Start zu gehen.

… Die Leute dich dafür loben, dass du 15 km am Stück durchlaufen kannst, und du das als Beleidigung ansiehst.

… Deine Beine im Sommer besser rasiert sind, als die deiner Freundin.

… Sich deine Frau keine Sorgen macht, wenn du bereits vor 2 Stunden laufen gegangen bist.

… Deine Hauptfeindbilder sind nicht Finanzamt und Terroristen sondern Nordic Walker und Hunde.

… Du die Finisher T-Shirts von Volksläufen beim Radservice zum Kettenputzen verwendest.

… Du hast mit Deinem Fahrrad eine freundschaftliche Beziehung, redest mit ihm und streichelst es nach Wettkämpfen oder guten Trainings.

… Du erledigst alle Wege in der Stadt mit dem Mountainbike als zusätzliche Trainingskilometer.

… Du liebst Chlorgeruch und wirst kribbelig, wenn Du es irgendwo riechst und nicht schwimmen kannst.

… Dein Badezimmer riecht nach Neoprenanzug

… Du den schnelleren Schwimmern auf der Nebenbahn Doping unterstellst, auch wenn es sich um die Kindergruppe des örtlichen Schwimmvereins handelt.

… Du der Meinung bist dass auch Männer Slips und Tops tragen können.

… du „20 Kilometer“ und „lockerer Lauf“ in demselben Satz verwendest.

… dich beim Training jemand überholt und du dir einredest: Der macht wohl nur 10 Kilometer.

… die Anzahl deiner Zehen nicht mit der Anzahl deiner Zehennägel übereinstimmt.

… du im Training auch beim Pinkeln die Stoppuhr anhältst, um die korrekte Nettozeit ins Trainingstagebuch einzutragen.

… du den Schimmel in deinen Trinkflaschen als zusätzliche Elektrolyte betrachtest.

… du deine Kinder davor warnst, mit den Leistungen ihres Vaters zu prahlen: Du möchtest doch nicht, dass die anderen Kinder denken, Papa sei verrückt, oder?

… du die Strassen und Wälder in deiner Umgebung besser kennst als deine Nachbarn.

… wenn Du auf dem Dreirad deines Kindes einen Aufleger montierst und einen Profi für die richtige Sitzposition aufsuchst!

… wenn Du ein Auto nur kaufst, wenn dein Rad problemlos reinpasst!

… wenn Du ein schlechtes Gewissen bekommst, wenn Du mal keinen Muskelkater hast

… wenn Dich deine Kinder auch Trainer zu Dir sagen!

…wenn Du Deine Kinder Argon, Cervelo, Orbea oder Ceepo nennst

… du diese Seite liest und dich wunderst, was daran komisch sein soll.

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One Comment leave one →
  1. 2. Februar 2013 21:28

    Sehr geil 😀

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