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Retrospektive

6. Juli 2012

Noch zweimal schlafen und der große Tag ist endlich gekommen. Heute habe ich die Anspannung schon deutlich gespürt. Wettkampfplan mit dem Coach durchgesprochen, Sachen gepackt, Körper nochmal beim Doc checken lassen (alles ok) und die letzte Laufeinheit vor der Challenge absolviert. Es wird ernst.
Ein guter Zeitpunkt um kurz zurück zu blicken, was ich so alles getrieben habe, um mich auf diesen einen Tag vorzubereiten:

Los geht’s mit dem Schwimmen. Im Verhältnis zum Laufen und Radfahren hab ich darin die geringste Zeit investiert. In den gut 8 Monaten Vorbereitung komme ich auf gut 48 Stunden, die ich im Wasser verbracht habe. Der größte Teil dabei war „Kachelzählen“ im Becken, gegen Ende kamen aber auch einige Freiwassereinheiten im Neo dazu. In Strecke bedeutet das 99,65 Kilometer. Wenn ich das jetzt so sehe, hätte ich die fehlenden 350m gern noch dran gehängt 🙂

Die Kilometerzahl am Rad sieht da schon etwas anders aus. Seit Trainingsbeginn saß ich 4195 Kilometer im Sattel. Da muss ich mir schon selbst auf die Schultern klopfen.

Zu Beginn im November erinnere ich mich größtenteils an eingefrorene Finger und Zehen, wenns bei Minusgraden und Schneetreiben rausging. Wenns zu schlecht war saß ich auch einige Stunden auf der Rolle. Das Highlight des Radtraining war mit Sicherheit das Trainingslager in Kaltern, viele Kilometer an endlosen Bergen und noch mehr Kilometer im Flachen. Nach dem Trainingslager folgten dann die harten Kraftausdauereinheiten mit dickem Gang am Zeitfahrrad und schließlich die Intervalle im Wettkampftempo zum Teil auf der Rother Radtsrecke. Insgesamt 160 Stunden war ich auf zwei Reifen unterwegs.

Beim Thema Laufen fallen mir zuerst die schier endlosen langen Einheiten am Kanal bis nach Erlangen und zurück ein. Beinahe jeden Sonntag stand so ein langer GA1 Lauf auf dem Programm. Im Winter an arktischen Eisschollen vorbei, im Sommer bei brütender Hitze und ohne Schatten. Zum Glück hatte ich dabei immer meine Hörbücher dabei, die mich in der Zeit immer gut unterhalten haben. Unter der Woche gabs dann häufig schnelle knackige Sachen für die Tempohärte, die mich echt oft ans Limit gebracht haben. Trotzdem kann ich sagen, dass ich mich gerade bei meiner schwächsten Disziplin gut entwickelt habe und ich mir den Marathon unter 4 Stunden nach 180 km tatsächlich zu traue. Als Trainingsergebnis stehen 880,8 Laufkilometer in gut 86 Stunden im Tagebuch.

On top kommen noch knapp 40 Stunden im Kraftraum, die vor allem im Winter anstanden, oder daheim auf der Matte für die Rumpfstabi.

 

In Summe komme ich auf 355 Trainingstunden die ich in mein großes Ziel investiert habe. Die Kohle die außerdem noch rein floss, verschweige ich an dieser Stelle lieber..

Durch diesen enormen Zeitaufwand musste ich auch vieles verzichten. Freunde , Party und vor allem meine Freundin (und meine eh schon wenigen Aufgaben im Haushalt) kamen oft zu kurz. Ab Sonntag werde ich das alles nachholen…

Auch deshalb gilt es für mich am Sonntag, an diesem einen Tag, alles rauszuhauen, was ich mir in den vielen schweißtreibenden Stunden erarbeitet habe. Den inneren Schweinhund muss ich dabei abschalten und frei nach Olli Kahn „immer weiter“ machen..

Ich freue mich riesig auf die fantastische Stimmung dort, auf hoffentliche viele Freunde die mich anfeuern und darauf diesen Tag einfach zu genießen, was auch immer er für mich bereithalten wird.

Morgen mittag geht’s dann ab nach Roth. Rad Checkin, das Flair auf der Triathlon Messe atmen und zusammen mit den anderen „Verrückten“ die Kohlenhydratspeicher bei der abendlichen Nudelparty auffüllen.

Der Wecker klingelt am Sonntag bereits vor 4 Uhr.

Noch 1 Tag und 9 Stunden…

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One Comment leave one →
  1. Fan von Dir permalink
    7. Juli 2012 09:40

    Tobi ich wünsche Dir alles Gute und viel Glück, ich drücke Dir die Daumen.
    Machs gut.

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